Viele denken, dass Akne hauptsächlich ein Problem von pubertierenden Jugendlichen ist. Das stimmt jedoch nicht: Zum Beispiel leiden vier von zehn Frauen im Alter von über 20 Jahren unter unreiner Haut.
Bei Jugendlichen sorgt vor allem die zunehmende Hormonproduktion für Pickel und Pusteln. Doch es gibt auch weitere körperliche Erscheinungen, die
Akne hervorrufen oder zumindest begünstigen können. Als Beispiel wären Stoffwechselkrankheiten zu nennen. Weitere häufige akneverursachenden Übeltäter sind etwa bestimmte Ingredienzien von Kosmetikartikeln oder Nikotinkonsum. Laut Forschern aus den USA kann auch ein stressiger Alltag zu Akne führen.
Darum treten Pickel auf
Wenn man verstehen will, wie und warum auf unserer Haut Pickel auftreten können, ist es sinnvoll, sich kurz mit dem Thema Stoffwechsel auseinanderzusetzen. Permanent wird Talg zur Oberfläche der Haut transportiert. Wenn es zu einer verstärkten Herstellung von Talg im Körper kommt – etwa durch pubertätsbedingte Hormonschübe – kann dieser Überschuss zu Schwellungen der Haut führen. Die Ausgänge der Drüsen werden enger und der Talg kann nicht mehr so gut abgesondert werden. Schließlich kann ein Verschluss aus Horn und Talg enstehen. Bakterien lagern sich dort ab, welche wiederum Enzyme herstellen. Schließlich werden die im Talg vorfindbaren Fettsäuren in sogenannte freie Fettsäuren umgewandelt und es kann zu Entzündungen kommen. Der Körper erkennt diese Entzündungen als Gefahr und schickt Blutzellen vorbei, die als Abwehrmaßnahme Eiter produzieren. Die eitrige Entzündung, die dadurch entsteht, wird von uns dann als Pickel erkannt.